GRACE Risiko-Score für ACS
Schätzt das Risiko der Mortalität im Krankenhaus und nach 6 Monaten für Patienten mit Akutem Koronarsyndrom (ACS).
Medical Specialty:
kardiologie
NUR FÜR MEDIZINISCHES FACHPERSONAL
Dieser Rechner ist ein Hilfsmittel, das ausschließlich für medizinisches Fachpersonal bestimmt ist. Er ersetzt nicht das klinische Urteilsvermögen. Die endgültige Entscheidung über Diagnose und Behandlung liegt in der alleinigen Verantwortung des Fachpersonals.
Über diesen Rechner 💡
Der GRACE-Score (Global Registry of Acute Coronary Events) ist ein in der Kardiologie weit verbreitetes Instrument zur Risikostratifizierung von Patienten mit einem akuten Koronarsyndrom (ACS), wie Herzinfarkt oder instabiler Angina. Dieser Score berechnet das Risiko der Mortalität im Krankenhaus sowie der Langzeitmortalität (normalerweise nach 6 Monaten) nach dem akuten Ereignis. Dazu kombiniert er verschiedene klinische und präsentationsbezogene Faktoren, darunter Alter, Herzfrequenz, systolischer Blutdruck, Serumkreatininspiegel, Killip-Klasse (die Anzeichen von Herzinsuffizienz bewertet), Auftreten eines Herzstillstands bei Aufnahme, ST-Strecken-Abweichung im Elektrokardiogramm und erhöhte kardiale Biomarker (wie Troponin).
Referenzwerte
- •Mortalität im Krankenhaus: Geringes Risiko (<1%)
- •Mortalität im Krankenhaus: Mittleres Risiko (1-3%)
- •Mortalität im Krankenhaus: Hohes Risiko (>3%)
- •6-Monats-Mortalität: Geringes Risiko (<3%)
- •6-Monats-Mortalität: Mittleres Risiko (3-8%)
- •6-Monats-Mortalität: Hohes Risiko (>8%)
Formel
Calculation Methodology Der Score basiert auf der Summe von 8 gewichteten klinischen Variablen: Alter (0-100 Pkt), Herzfrequenz (0-46 Pkt), systolischer Blutdruck (0-58 Pkt), Kreatinin (1-28 Pkt), Killip-Klasse (0-59 Pkt), Herzstillstand bei Aufnahme (39 Pkt), ST-Strecken-Veränderung (28 Pkt) und erhöhte Herzmarker (14 Pkt). Die Gesamtpunktzahl reicht von 0 bis 372.
Referenz
Granger CB, Goldberg RJ, Dabbous O, et al. Predictors of hospital mortality in the global registry of acute coronary events. Arch Intern Med. 2003;163(19):2345-53.