Wells-Kriterien für Lungenembolie (LE)

    Eine klinische Vorhersageregel zur Einschätzung der Vortestwahrscheinlichkeit einer Lungenembolie.

    NUR FÜR MEDIZINISCHES FACHPERSONAL

    Dieser Rechner ist ein Hilfsmittel, das ausschließlich für medizinisches Fachpersonal bestimmt ist. Er ersetzt nicht das klinische Urteilsvermögen. Die endgültige Entscheidung über Diagnose und Behandlung liegt in der alleinigen Verantwortung des Fachpersonals.

    Pneumologie

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    Der Wells-Score für Lungenembolie (LE), auch bekannt als die Wells-Kriterien, ist eine grundlegende und weit verbreitete klinische Entscheidungsregel zur Einschätzung der Vortestwahrscheinlichkeit, dass ein Patient eine Lungenembolie hat. Es handelt sich um ein Punktesystem, das entwickelt wurde, um das Risiko von Patienten mit LE-suggestiven Symptomen (wie pleuritischen Brustschmerzen oder plötzlich einsetzender Dyspnoe) zu stratifizieren und die nachfolgenden diagnostischen Schritte, wie die Anforderung eines D-Dimer-Tests oder einer Computertomographie-Pulmonalangiographie (CTPA), zu lenken. Der Score vergibt Punkte basierend auf sieben klinischen Variablen: 3 Punkte für klinische Anzeichen oder Symptome einer tiefen Venenthrombose (TVT), 3 Punkte, wenn LE die wahrscheinlichste Diagnose oder gleich wahrscheinlich ist, 1,5 Punkte für eine Herzfrequenz über 100 Schläge pro Minute, 1,5 Punkte für Immobilisierung von mindestens 3 Tagen oder eine Operation in den vorangegangenen 4 Wochen, 1,5 Punkte für eine frühere Anamnese von TVT oder LE, 1 Punkt für Hämoptyse (Bluthusten) und 1 Punkt für Malignität (aktive Krebserkrankung oder Behandlung innerhalb der letzten 6 Monate). Die Gesamtpunktzahl wird dann zur Klassifizierung des Patienten verwendet. Das am häufigsten verwendete Zwei-Stufen-Modell klassifiziert Patienten entweder als „LE unwahrscheinlich“ (Gesamtpunktzahl von 4 oder weniger) oder „LE wahrscheinlich“ (Gesamtpunktzahl größer als 4). Diese Stratifizierung ist entscheidend: Bei Patienten mit „LE unwahrscheinlich“ kann ein negativer D-Dimer-Test eine LE sicher ausschließen und unnötige Bildgebung vermeiden; bei Patienten mit „LE wahrscheinlich“ wird im Allgemeinen empfohlen, direkt eine CT-Pulmonalangiographie durchzuführen.

    Referenzwerte

    • Score ≤ 4: LE unwahrscheinlich. D-Dimer-Test in Betracht ziehen.
    • Score > 4: LE wahrscheinlich. Bildgebung in Betracht ziehen (z. B. CT-Angiographie).

    Formel

    Summe der Punkte für jedes klinische Merkmal.

    Referenz

    Wells PS, Anderson DR, Rodger M, et al. Derivation of a simple clinical model to categorize patients probability of pulmonary embolism: increasing the models utility with the SimpliRED D-dimer. Thromb Haemost. 2000;83(3):416-420.