Forrest-Klassifikation

    Klassifiziert obere gastrointestinale Blutungen anhand endoskopischer Befunde zur Abschätzung des Risikos einer Nachblutung.

    NUR FÜR MEDIZINISCHES FACHPERSONAL

    Dieser Rechner ist ein Hilfsmittel, das ausschließlich für medizinisches Fachpersonal bestimmt ist. Er ersetzt nicht das klinische Urteilsvermögen. Die endgültige Entscheidung über Diagnose und Behandlung liegt in der alleinigen Verantwortung des Fachpersonals.

    gastroenterologie

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    Die Forrest-Klassifikation ist ein entscheidendes endoskopisches Klassifikationssystem zur Bewertung des Risikos einer erneuten Blutung bei Patienten mit oberer gastrointestinaler Blutung aufgrund von peptischen Ulzera. Während der Endoskopie wird das Ulkus anhand seines Aussehens und der Blutungsstigmen klassifiziert. Die Klassifikation ist in drei Hauptkategorien unterteilt: Forrest I (aktive Blutung), unterteilt in Ia (arterielle Spritzblutung) und Ib (venöse Sickerblutung); Forrest II (Stigmen einer kürzlichen Blutung), einschließlich IIa (sichtbares, nicht blutendes Gefäß), IIb (anhaftendes Koagel) und IIc (flacher pigmentierter Fleck oder Hämatin); und Forrest III (sauberer Ulkusgrund, keine Stigmen). Diese Risikostratifizierung ist grundlegend für die Bestimmung des klinischen Managements und der Notwendigkeit einer Intervention. Läsionen mit hohem Risiko, wie Forrest Ia bis IIb, haben eine hohe Wahrscheinlichkeit einer erneuten Blutung und erfordern in der Regel eine sofortige endoskopische Hämostase (wie Clipping oder thermische Therapie) in Kombination mit einer aggressiven medikamentösen Therapie (hochdosierte Protonenpumpenhemmer). Im Gegensatz dazu haben Läsionen mit niedrigem Risiko (Forrest IIc und III) eine sehr günstige Prognose und können allein medikamentös behandelt werden, was eine frühere Krankenhausentlassung ermöglicht.

    Referenzwerte

    • ~55-90% Risiko einer Nachblutung. Endoskopische Therapie ist indiziert.
    • ~10-55% Risiko einer Nachblutung. Endoskopische Therapie ist indiziert.
    • ~40-50% Risiko einer Nachblutung. Endoskopische Therapie ist indiziert.
    • ~25-30% Risiko einer Nachblutung. Eine Therapie kann erwogen werden.
    • ~5-10% Risiko einer Nachblutung. Endoskopische Therapie in der Regel nicht erforderlich.
    • <5% Risiko einer Nachblutung. Endoskopische Therapie nicht erforderlich.

    Formel

    Direkte Klassifikation basierend auf endoskopischen Befunden.

    Referenz

    Forrest JA, Finlayson ND, Shearman DJ. Endoscopy in gastrointestinal bleeding. Lancet. 1974;2(7877):394-7.